Vorsicht vor palytoxin !

Reizung des Auges mit Palytoxin
Reizung des Auges mit Palytoxin

Beim Umgang mit Korallen haben wir es teilweise mit extrem giftigen Vertretern zu tun, unter anderem geht eine ernsthafte Gefahr von Palytoxin aus.

Eine Zusammenfassung der Merkmale des Palytoxin haben wir der Wikipedia entnommen und weiter unten wiedergegeben, für die vollständigen Informationen auch den Link zum Wikipedia-Eintrag.

 

Beim Umgang mit Zoanthus und Palytoa sollte man also durchaus vorsichtig sein und z.B. nicht in die Polypen schneiden.

Sollte Flüssigkeit aus Zoa's oder Palytoa in die Augen oder in offene Wunden gelangen, so sollte sehr gründlich gespült werden und bei Vergiftungserscheinungen umgehend der Giftnotruf angerufen werden. 

 

 

Palytoxin ist ein Toxin des Dinoflagellaten Ostreopis siamensis, das auch von einigen Tieren wie der Weichkoralle Palythoa toxica oder Krustenanemonen aus gefressenem Plankton extrahiert und zum Schutz gegen Fressfeinde eingesetzt wird.

Es fand schon lange als Gift für Speere bei der indigenen Bevölkerung Hawaiis Verwendung.

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Palytoxin ist mit einer LD50 (Hausmaus) von weniger als 100 ng pro kg Körpergewicht eine der giftigsten organischen Substanzen; lediglich Maitotoxin und eine Reihe von Proteinen besitzen eine höhere akute Toxizität. Die Giftwirkung ist bedingt durch einen schwerwiegenden Eingriff in aktive zelluläre Transportsysteme für Ionen, sogenannte ATPasen. Palytoxin bewirkt eine Konfigurationsänderung der Na-K-ATPase dahingehend, dass die Richtungsspezifität der Pumpwirkung (für drei aus der Zelle gepumpte Na+-Ionen werden unter Verbrauch eines Moleküls ATP zwei K+-Ionen in die Zelle befördert) aufgehoben wird. Dies führt zum Abfall der Konzentrationsgradienten zwischen extra- und intrazellulärem Raum, damit des Osmotischen Druckes, der Membranpotentiale (Depolarisation) etc. mit den entsprechenden fatalen Auswirkungen auf die Zellen bzw. den Organismus. Die Symptome der Vergiftung lassen sich aus der Wirkungsweise ableiten: HämolyseRhabdomyolyse, schwere MuskelspasmenBronchospasmusarterielle Hypertonie, pathologisch verändertes EKG. Die Vergiftungserscheinungen setzen sehr schnell ein und führen gegebenenfalls zu einem schnellen Tod innerhalb weniger Minuten.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Palytoxin